Räumung der Teske Schule in Schöneberg- Senat und Bezirk reißen funktionierende Integrationsgemeinschaft auseinander

Das Gebäude der Teske Schule wird seit August 2015 als Notunterkunft für Flüchtlinge, aus Syrien, Irak, Afghanistan, Iran und  Pakistan, genutzt. Die rund 220 Bewohner, davon etwa 100 alleinflüchtende Männer, ansonsten Familien, haben sich in dem halben Jahr nahezu vorbildlich organisiert. Zusammen mit dem Betreiber Tamaja hat eine engagierte ehrenamtliche Gruppe diese Notunterkunft zu einer der bestfunktionierenden des Bezirks gemacht.  Vor drei Wochen der Schock. Den Bewohnern und den Ehrenamtlichen wurde vom Bezirk ein Räumungsbeschluss überreicht. Die 220 Bewohner, die inzwischen eine Gemeinschaft bilden, dürfen jedoch nicht zusammen umziehen. Die Familien sollen in die neue NK Rathaus Friedenau umziehen und die 100 jungen Männer blieben vorerst alleine und mit einer unbestimmter Zukunft zurück. Integrationspolitisch fatal. Nach Protest der ehrenamtlichen Bürger ist Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) von ihrem Vorhaben abgerückt, die jungen Männer in die Tempelhofer Hangars zu verfrachten. Es würden alternative Lösungen gesucht werden. Dabei stünde doch im Rathaus Friedenau ausreichend Platz zur Verfügung.

Der weitere Nutzungsplan für die Schule führt ebenfalls zu ungläubigem Kopfschütteln. Bildungsbezirksstadträtin Jutta Kaddatz (CDU) plant eine Integrationsschule. Hier sollen vorwiegend Kinderflüchtlinge und erwachsene Flüchtlinge unterrichtet werden. Das ist ein Plan von Gettoisierung und schadet die Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft. Mit ihrem verwaltungspolitischen Chaos schadet der Senat und der Bezirk Tempelhof- Schöneberg alle Beteiligten. Den Flüchtlingen, den engagierte Verbänden, den Ehrenamtlichen, sowie den Bewohnern des Bezirks. Wir fordern daher, dass der Bezirk für die Integration mehr macht und zum Beispiel den Posten der Integrationsbeauftragten(In) mehr Beachtung schenkt um eine bessere Koordinierung mit allen Beteiligten zu garantieren.